Fakten zur Gemeinde Quierschied

Quierschied in der Geschichte

Die Gemeinde Quierschied kann auf eine 1000- jährige Geschichte zurückblicken. Erstmals erwähnt wurde der Ort in einer Urkunde Kaiser Ottos III. aus dem Jahr 999, mit der er seinem Neffen, dem Bischof Adalbert von Metz, und der Metzer Kirche die Königsgüter Quierschied (Quirneiscet), Völklingen (Fulkelinga), Warndt (Warenta) und die Burg Saarbrücken (Sarabruca) schenkte.

Zwischen dem 15. und 17. Jahrhundert wohnten durchschnittlich 50 Personen in Quierschied. Die Bezeichnung "Kollwald" in einem Quierschieder Jahrgedinge von 1466 deutet auf eine frühe Entdeckung der Kohle hin. Bereits im 16. Jahrhundert wurde in Quierschied nach Kohlen gegraben, wie die Erwähnung einer Kohlengrube in einer Abgabenaufstellung aus dem Jahr 1522 belegt. Nach diesem Zeugnis gilt Quierschied als Ort der frühesten Kohlengewinnung in unserer Region.
Im dreißigjährigen Krieg kamen alle Einwohner ums Leben, was auch die Kohlegewinnung zum Erliegen brachte.
Nach der Wiederbesiedlung wurde der Kohlenabbau wieder aufgenommen. Am 17. September 1736 erhielt der Quierschieder Lorenz Schneider die Erlaubnis zur Eröffnung einer Steinkohlengrube. Die Grube lag genau auf dem Gelände, auf dem Johannes Frantz dann 1779 seine Glashütte errichtete.
Mit der Glashütte begann ein neues Kapitel in der Geschichte Quierschieds. Hatte die Bevölkerung bisher nur von Landwirtschaft und Viehzucht gelebt, so bot diese erste Industrieansiedlung vielen Dorfbewohnern eine weitere Erwerbsmöglichkeit. Die Errichtung der Glashütte führte zu einem beträchtlichen Bevölkerungsanstieg, der mit der Eröffnung mehrerer Gruben (Camphausen, 1871; Kreuzgräben, 1872; Trenkelbach, 1873; Göttelborn, 1887) in unmittelbarer Nähe regelrecht explodierte. Zwischen 1871 und 1892 wuchs die Einwohnerzahl von 1500 auf 3300 Bürger an. Neben dem Bevölkerungsanstieg brachte die Eröffnung der Gruben sowie der Bau der Fischbachbahn (1875- 1879) auch einen wirtschaftlichen Aufschwung mit sich, mit der Folge, dass Quierschied, das seit 1816 zur Bürgermeisterei Heusweiler gehörte, den Drang nach Selbstständigkeit verspürte. Am 1. April 1903 wurde Quierschied Bürgermeisterei, 1925 wurden Fischbach und Göttelborn dem Bürgermeistereiverband Quierschied zugeteilt. Bei der Gebiets- und Verwaltungsreform 1974 wurden die Orte Quierschied, Göttelborn und Fischbach mit Camphausen, das zu Dudweiler gehörte, zur Gemeinde Quierschied zusammengefasst.

In den letzten Jahren hat sich die ehemalige Bergbaugemeinde zu einer modernen Wohn- und Industriegemeinde mit einer intakten Infrastruktur und einem hohen Wohn- und Freizeitwert fortentwickelt.

Die Gemeinde Quierschied liegt in verkehrsgünstiger Lage ca. 12 km nördlich der Landeshauptstadt Saarbrücken. Über die Bundesautobahnen A1, A8 und A623 ist Quierschied aus allen Richtungen schnell zu erreichen.
Routenplaner


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Verbindung mit öffentlichen Verkehrsmitteln

PDF Datei Buslinie 132
Dudweiler - Fischbach - Quierschied - Brefeld - Hühnerfeld - Goldene Au - Sulzbach
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Buslinie 172
Riegelsberg- Holz - Göttelborn - Quierschied - Saarbrücken
und Quierschied Bahnhof - Göttelborn Campus

PDF Datei Buslinie 173
Quierschied - Friedrichsthal - Bildstock - Maybach - Göttelborn

PDF Datei Buslinie 175
Hüttigweiler - Illingen - Merchweiler - Friedrichsthal - Sulzbach - Fischbach - Saarbrücken

PDF Datei Buslinie 301
Neunkirchen - Landsweiler - Heiligenwald - Göttelborn - Wahlschied - Holz - Heusweiler

PDF Datei Nachtbusse

Ihre Zugverbindungen ab/nach Quierschied finden Sie hier.

 FlächeEinwohner
Quierschied11,03 km²8.077
Fischbach-Camphausen  5,82 km²3.193
Göttelborn3,36 km²2.025
Gesamt
(Stand: 28.08.2016)
20,21 km²13.295


Geographische Lage

07º 03' östl. Länge von Greenwich
49º 19' nördl. Breite

Höhenlage

Höchster Bodenpunkt: 444 m
Niedrigster Bodenpunkt: 213 m

Waldfläche

11,25 qkm

Gewerbefläche

57 ha

Anmerkungen zum Wappen von Quierschied

 

Beschreibung

Blasonierung: "Über blauem Wellenschildfuß in Gold ein vierspeichiges schwarzes Förderrad, überzogen mit einem schwarzen Andreaskreuz, das mit zwei schräggekreuzten, abwärtszuckenden silbernen Blitzen belegt ist."

Begründung

"Die Gemeinde Quierschied ist auf Grund des § 9 des Gesetzes zur Neugliederung der Gemeinden und Landkreise des Saarlandes (Neugliederungsgesetz – NNG) vom 19.12.1973 (Amtsblatt S. 852) mit Wirkung vom 1.1.1974 durch Zusammenschluß der bis dahin dem Amt Quierschied angehörenden Gemeinden Fischbach, Göttelborn und Quierschied neu gebildet worden. Von diesen früheren Gemeinden führten Quierschied und Fischbach eigene Wappen, die als Grundlage für das neue Quierschieder Gemeindewappen herangezogen wurden, wobei die Symbolik der übernommenen Wappenbilder teilweise mit erweitertem Inhalt ausgestattet wurde.

Das schwarze Förderrad weist auf die große Bedeutung des Steinkohlebergbaues für die rasche Aufwärtsentwicklung der drei die heutige Gemeinde bildenden Ortsteile Fischbach, Göttelborn und Quierschied in Vergangenheit und Gegenwart hin. Es symbolisiert einmal die im 18. und 19. Jahrhundert im Quierschieder Wald im Zusammenhang mit der Quierschieder Glashütte betriebenen zahlreichen Grubenstollen und zum anderen die in den Jahren 1871 und 1887 errichteten, jedoch heute nicht mehr in Betrieb befindlichen Bergwerksanlagen der Steinkohlengruben Fischbach-Camphausen und Göttelborn.

Die beiden schräggekreuzten silbernen Blitze stehen für die in Quierschied auf Kohlebasis betriebenen Kraftwerksanlagen der Saarbergwerke AG, insbesondere für den Kraftwerksblock Weiher III, der das größte Kraftwerk seiner Art in Europa darstellt.

Das schwarze Andreaskreuz im goldenen Felde ist das Wappen der Edelherren von Saarbrücken. Diese Familie, Eigentümerin der Burg Dagstuhl, hatte – wahrscheinlich schon vor dem 13. Jahrhundert – umfangreiche Besitzungen und Rechte im Gebiet von Quierschied, die nach ihrem Aussterben im 14. Jahrhundert auf ihre Erbnachfolger, die Herren von Brücken und Fleckenstein, übergingen. Die Herren von Fleckenstein übernahmen auch das Wappen der Edelherren von Saarbrücken, das somit für Jahrhunderte als Symbol der Besitzerfamilie von Quierschied zu gelten hat.

Der blaue Wellenschildfuß deutet zunächst allgemein die geographische Lage der neuen Gemeinde Quierschied, im Fischbachtale, dann aber auch die Namen zweier Ortsteile, nämlich FischBACH und GöttelBORN, die auf ihre Entstehung an einem Bachlauf beziehungsweise an einer Quelle hinweisen."

Als die 50-Jahr-Feier der selbständigen Gemeinde Quierschied 1953 begangen wurde, überreichte der damalige Innenminister Dr. Hector in einer Feierstunde im Saale Biesel, die mit Lautsprechern auf den alten Markt übertragen wurde, an Bürgermeister Rudolf Kaspar der Gemeinde das erste eigene Wappen. Es zeigte ein schwarzes Rad auf goldenem Grund und ein schwarzes Andreaskreuz, mit zwei silberfarbenen Glasbläserpfeifen belegt. Das Förderrad erinnert an den Bergbau, die Pfeifen an die Quierschieder Glashütte. Beide Symbole wurden in des Wappen des Edelherren von Saarbrücken hineinkomponiert. Diese Familie war Eigentümerin der Burg Dagstuhl bei Wadern und verfügte auch über umfangreiche Landbesitzungen und Rechte im Quierschieder Gebiet. Diese Besitzungen gingen später an die Herren von Brücken und dann an die von Fleckenstein über. Letztere übernahmen das Wappen der Saarbrücker Edelherren. Es galt damit über Jahrhunderte als Symbol der Besitzerfamilien von Quierschied und erhielt deshalb zu Recht einen Platz im Wappen. Nach der kommunalen Neugliederung des Saarlandes (1. Januar 1974) war auch der Zeitpunkt zur Gestaltung eines neuen Wappens gekommen, da Quierschied jetzt aus den früher selbständigen und amtsangehörigen Gemeinden Quierschied, Fischbach und Göttelborn bestand. Die Einigung auf ein Wappen war nicht problemlos, da Fischbach und Quierschied Wappen geführt hatten, Göttelborn aber nicht. Entweder setzten die Regeln der Heraldik oder das ästhetische Empfinden Grenzen. Schließlich fand ein Entwurf von Regierungsamtsrat Kohler die Zustimmung der Heraldiker und des Gemeinderates. Am 21. Juli 1977 beantragte der Gemeinderat beim Innenminister die Verleihung des neuen Wappens. Am 7. Oktober erfolgte die Bekanntmachung der Wappenverleihung im Amtsblatt des Saarlandes. In einer Feierstunde am 9. Dezember 1977 wurde das Wappen vom Innenminister Alfred Wilhelm im Kultursaal des Rathauses überreicht.

aus dem Buch "Quierschied die Gemeinde im Saarkohlenwald" von Rainer W. Müller/Dieter Staerk erschienen 1998 beim Verlag REPA DRUCK GmbH

Das ehemalige Fischbacher Wappen

 

Am 14. Juli 1964 verlieh der Minister des Innern der Gemeinde Fischbach das Recht, folgendes Wappen als Gemeindewappen zu führen: "Durch einen silbernen Schrägrechtwellenbalken, belegt mit zwei blauen Fischen, in Grün und Schwarz geteilt. Gleichzeitig verlieh er der Gemeinde das Recht, die Farben Grün - Schwarz als Gemeindefarben zu führen. Das Wappen ist von Paul Schäfer, Fischbach, entworfen worden. In dem Schmuckblatt, das die Gemeinde zur Erinnerung an die Wappenverleihung am 29. August 1964 herausgegeben hatte heißt es: "Das Wappen der Gemeinde Fischbach ist ein redendes Wappen. Es weist auf die geschichtliche Herkunft hin und bringt zum Ausdruck, daß Wald, Wasser, Fischreichtum, Eisen und Steinkohle das Leben entscheidend beeinflussende Begleiter der Generationen waren, die den Ort mit ihrem Leben erfüllt und ihn bis zur Jetztzeit mitgestaltet haben. Der mit zwei Fischen belegte Wellenbalken symbolisiert den Namen "Fischbach". Er weist auf den Wasser- und Fischreichtum (Weiher und Bäche) hin und versinnbildlicht die Zweiteilung des Ortes durch den Fischbach. Die Farbgebung silberblau erinnert an die geschichtliche Zugehörigkeit zu Nassau-Saarbrücken. Der schwarze Schildteil beschreibt die Existenzgrundlagen der Gemeinde Fischbach und die engen Beziehungen zur heimatlichen Grundindustrie Eisen und Steinkohle. Rund 150 Jahre lang bildete die von der Fürstin Charlotte-Amalie von Nassau-Usingen errichtete Eisenschmelze die Erwerbsgrundlage der ersten Siedler, die Holzhauer, Köhler, Erzgräber, Fuhrleute und Hüttenarbeiter waren. Mit dem Abteufen der Förderschächte auf Grube Camphausen (1871) ergab sich für Fischbach eine neue Erwerbsquelle, die dem kleinen Ort einen starken Auftrieb gab. Noch heute bildet die Grube Camphausen-Franziska die Haupteinnahmequelle der Gemeinde. (Schuler, H. – Fischbach, S. 234)

(Der letzte Satz der Beschreibung trifft heute nicht mehr zu, weil die Grube Camphausen-Franziskaschacht nicht mehr in Betrieb ist.)

aus dem Buch "Quierschied die Gemeinde im Saarkohlenwald" von Rainer W. Müller/Dieter Staerk erschienen 1998 beim Verlag REPA DRUCK GmbH

 

Göttelborn hat kein eigenes Wappen. In dem Buch Quierschied - Die Gemeinde im Saarkohlenwald von Rainer W. Müller und Dieter Staerck ist jedoch ein nicht verliehener und deswegen auch nicht realisierter Vorschlag eines solchen Wappens zu sehen. Das Wappen zeigt neben der geographischen Lage Göttelborns auch einen Kohlewagen, wodurch auch die Vergangenheit des Ortes, der seine Entstehung dem Bergbau zu verdanken hat, mit in das Wappen integriert ist. Als Teil der Gemeinde Quierschied gilt für Göttelborn das Quierschieder Wappen.

Gemeinde Quierschied mit Landessiegel „Familienfreundliche Kommune“ ausgezeichnet

Das Landessiegel „Familienfreundliche Kommune“ ist etwas Besonderes. Es zeichnet ausschließlich Gemeinden aus, deren Maßnahmen und Projekte darauf abzielen, Familien in allen Lebensphasen zu unterstützen und in ihrer Gesamtheit familien-, kinder- und seniorenfreundlich gestaltet sind. Quierschied gehört ab sofort dazu. Ein eigens hierfür eingerichtetes Fachgremium mit Vertretern des Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie, des Ministeriums für Inneres, Bauen und Sport, des Städte- und Gemeindetags sowie eine Vertreterin der Lokalen Bündnisse für Familien entschied über die Verleihung.
Bürgermeister Lutz Maurer sagt dazu: „Diese Auszeichnung bestätigt unsere Bemühungen in diesem Bereich. Um die Lebensqualität für alle Quierschiederinnen und Quierschieder noch weiter zu verbessern, haben wir zahlreiche gezielte Maßnahmen für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Seniorinnen und Senioren realisiert. Zum Beispiel die kommende Einführung des Seniorenbusses oder den fortschreitenden senioren- und behindertengerechten Ausbau von Bushaltestellen. Die erfreulicherweise wieder steigende Geburtenzahl, die eine nicht unerhebliche Erweiterung der Kita Villa Regenbogen erforderlich macht, sowie die starke Nachfrage junger Familien nach Baugrundstücken, beispielsweise „In der Brückenwies“, gehören ebenfalls dazu. Die Entwicklung der Gemeinschaftsschule Quierschied hin zur gebundenen Ganztagsschule wie auch die geplante Sanierung der Kita Maria Himmelfahrt oder das Betreiben unseres wunderschönen Freibades sind ebenfalls wichtige Leistungen der Gemeinde.“
Familienministerin Monika Bachmann betonte am Tag der Verleihung: „Das Landessiegel erhalten Kommunen, die sich zum Wohle aller Generationen in den verschiedensten kommunalen Handlungsfeldern engagieren und so für eine familienfreundlichere Gestaltung des Lebensumfeldes in den Städten und Gemeinden des Saarlandes einstehen. Ein besonderes Augenmerk bei der Vergabe des Landessiegels hat unser Fachgremium auf die Förderung der Eigenverantwortlichkeit beziehungsweise Eigenständigkeit der Familien und das Subsidiaritätsprinzip gelegt.“

In der Sitzung des Gemeinderates am 18. August 2011 wurden nach Ergänzung der Änderungswünsche von Seiten der Fraktionen das Leitbild und die Oberziele des Gemeindeentwicklungskonzepts-GeKo endgültig beschlossen.

PDF Datei Lesen sie hier das gesamte Konzept.

Teilräumliches Entwicklungskonzept Ortsmitte Göttelborn

Gemeinderäte Illingen, Merchweiler und Quierschied werden in gemeinsamer Sitzung über Klimaschutzkonzept informiert.

In einer gemeinsamen Sitzung am 22.02.2013 wurde den Gemeinderatsmitgliedern aus Illingen, Merchweiler und Quierschied im Kath. Vereinshaus in Merchweiler das Klimaschutzkonzept, erstellt vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement am Umweltcampus in Birkenfeld, vorgestellt.
Der Bürgermeister von Merchweiler, Walter Dietz, der Bürgermeister von Illingen, Herr Dr. Armin König, und die Bürgermeisterin Karin Lawall konnten hierzu in den Räumen des Kath. Vereinshauses in Merchweiler die Mitglieder der Gemeinderäte, den Geschäftsführer des Gaszweckverbandes Illingen, Herrn Meiser, und die Herren Thomas Anton und Christian Koch vom Umweltcampus in Birkenfeld begrüßen.
Der Bürgermeister Dietz betonte bei der Begrüßung, dass die interkommunale Zusammenarbeit der richtige Weg für die Kommunen sei.

Im Anschluss stellt Herr Anton die wesentlichen Inhalte des Klimaschutzkonzeptes vor. Die Analyse bezieht sich auf den Zeitraum von 1990 bis 2050. Dabei werden die folgenden Ziele des Weltklimagipfels in Kyoto auf die Ebene der beteiligten Gemeinden übertragen.

  • Reduktion des Energieverbrauchs durch Einspar- und Effizienzmaßnahmen
  • Anteil Erneuerbarer Energien an der Strom- und Wärmeversorgung und zur
  • Reduktion der Treibhausgasemissionen, bezogen auf das Basisjahr 1990.

Die nachstehenden Schlüsselfragen wurden dabei betrachtet:

  • Wie viel Endenergie wird in den drei Gemeinden verbraucht?
  • Welche Energieträger spielen hierbei eine Rolle?
  • Welche Emissionen gehen mit dem Endenergieverbrauch der drei Gemeinden einher?
  • Welche Klimaschutzziele können realistisch gesteckt werden?
  • Konnte gegenüber 1990 eine positive Entwicklung verzeichnet werden?
  • Wie hoch ist der Anteil regenerativer Energieträger (lokale Potenziale)?
  • Wie wird sich die Versorgungsstruktur unter Einbezug regionaler Potenziale verändern?

Aus den Ergebnissen dieser Betrachtungen wurden anschließend die Strategien für die Zukunft entwickelt und in ein Konzept übertragen.
In der Diskussion über das Konzept beantworteten die Herren Anton und Koch alle Fragen der Gemeinderatsmitglieder. Dabei wurde auch klargestellt welche Aufgaben der beim Gaswerk Illingen anzusiedelnde Klimaschutzmanager wahrnehmen soll.

Die Gemeinderäte in Illingen, Merchweiler und Quierschied werden in ihren nächsten Sitzungen einen formellen Beschluss über das Konzept und die Umsetzung des Maßnahme Kataloges sowie die Einstellung des Klimaschutzmanagers fassen.

Lärmaktionsplan 2018 – 3. Runde
Beteiligung der Öffentlichkeit

Im Jahr 2002 wurde vom Europäischen Parlament und vom Europäischen Rat die Richtlinie 2002/49/EG über die Bewertung und Bekämpfung von Umgebungslärm (EU-Umgebungslärmrichtlinie) verabschiedet. Diese hat zum Ziel, schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigungen, durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern.
Die Kommunen waren gemäß § 47 e (1) in Verbindung mit § 47 d) des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) angehalten, in zwei Stufen Lärmaktionspläne aufzustellen, die alle fünf Jahre überprüft und bei Bedarf überarbeitet und aktualisiert werden sollen.

Die Gemeinde Quierschied hat dieser gesetzlichen Verpflichtung Rechnung getragen und in den Jahren 2010 die Stufe I und im Jahr 2013 die Stufe II des Lärmaktionsplanes verabschiedet. Turnusgemäß steht in diesem Jahr die Überprüfung und Überarbeitung der Stufe II an.

Für diese Aktualisierung wurden die Lärmimmissionen im Rahmen der strategischen Lärmkartierung vom Umweltcampus Birkenfeld im Auftrag des saarländischen Umweltministeriums für das ganze Saarland erhoben und kartographisch dargestellt. Alle Verkehrsmengen stammen aus der Straßenverkehrszählung 2015 und wurden durch den Landesbetrieb für Straßenbau geprüft zur Verfügung gestellt.

Gemäß § 47 d) BImSchG ist die Öffentlichkeit bei der Aufstellung des Lärmaktionsplanes zu beteiligen und deren Mitwirkung zu ermöglichen.
Der Entwurf des Lärmaktionsplanes liegt daher in der Zeit vom 05. Oktober bis einschließlich 05. November 2018 bei der Gemeindeverwaltung Quierschied, Rathaus Verwaltungsstelle, Rathausstr. 9, 1. Obergeschoss, Zimmer 2.02, während den allgemeinen Dienststunden zur Einsicht öffentlich aus.

PDF Datei Sie können die Lärmaktionsplanung hier herunterladen.

Während der Auslegungsfrist können Anregungen schriftlich oder während der Dienststunden zur Niederschrift in Zimmer 2.02, Rathaus Verwaltungsstelle, Rathausstr. 9, 1. Obergeschoss, vorgebracht werden. Ausführliche Informationen zum Thema Umgebungslärm erhalten Sie auch beim zuständigen Ministerium für Umwelt und Verbraucherschutz.

Auskünfte dazu erteilt der zuständige Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, Herr Sebastian Baltes.

Kontakt

06897 961-175