Am vergangenen Sonntag, 27. September 2026, öffnete das Kraftwerk Weiher III anlässlich seines 50-jährigen Bestehens seine Tore für ein breites Publikum. Der Einladung des Betreibers Iqony folgten zahlreiche Bürgerinnen und Bürger aus Quierschied sowie Besucher aus der gesamten Region, um Industriekultur hautnah zu erleben. Eröffnet wurden die Feierlichkeiten bereits im Rahmen eines Fetsakts am Freitagabend von der Kraftwerksleitung und Bürgermeister Lutz Maurer. In seinem Grußwort hob Maurer vor zahlreichen Gästen, darunter auch der saarländische Wirtschaftsminister Jürgen Barke und die Iqony-Geschäftsführung, die historische Rolle des Kraftwerk-Standorts hervor, der nun schon seit 108 Jahren existiert. „Seit über einem Jahrhundert prägt das Kraftwerk Weiher, seit nun 50 Jahren der Block III nicht nur das Landschaftsbild unserer Gemeinde, sondern ist als verlässlicher Arbeitgeber und wichtiger Pfeiler der regionalen Energieversorgung fest in Quierschied verwurzelt. Auch wenn sich die Energielandschaft im Wandel befindet und das Werk heute eine unverzichtbare Funktion in der Netzreserve einnimmt, blicken wir gemeinsam mit dem Betreiber Iqony nach vorne. Die Planungen für innovative Nachnutzungen – sei es durch ein modernes Gaskraftwerk, Großbatteriespeicher oder IT-Infrastruktur – zeigen, dass Quierschied ein starker und zukunftsfähiger Energiestandort bleibt. Ich danke der Betreibergesellschaft sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für die jahrzehntelange, vertrauensvolle Zusammenarbeit und diesen großartigen Aktionstag für unsere Bürgerinnen und Bürger.“
Bei seiner Inbetriebnahme im Jahr 1976 galt Weiher III als eines der modernsten und größten Kohlekraftwerke Europas. Heute sichert die Anlage mit rund 120 Beschäftigten insbesondere im Winter die Stabilität des Stromnetzes ab, während im Hintergrund bereits die Transformation des Standorts hin zu nachhaltigen Energietechnologien vorangetrieben wird.
Der „Tag des offenen Kraftwerks“ hat eindrucksvoll gezeigt, wie tief die Industriegeschichte und die Menschen vor Ort miteinander verbunden sind. Zu den Höhepunkten des bunten Programms gehörten die geführten Kraftwerksspaziergänge sowie der spektakuläre Panoramablick aus einer 120 Meter hohen Aussichtsplattform. Abgerundet wurde das Jubiläum durch einen musikalischen Frühschoppen, ein buntes Kinderprogramm samt Hüpfburg und vielfältige kulinarische Angebote.
