Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,
das neue Jahr ist nun schon ein paar Tage alt und wird seinen Vorgängern gerecht: Vor allem mit Blick auf die Weltlage bietet 2026 schon jetzt die eine oder andere mehr oder weniger angenehme Überraschung. Doch lassen Sie uns den Blick auf das richten, was uns näher ist – nämlich unsere schöne Gemeinde Quierschied. Gerne möchte ich Ihnen einen Ausblick auf das geben, was im Jahr 2026 ansteht
Schwerpunkt Kinder- und Jugendförderung
Beginnen möchte ich mit einem Thema, das mich schon eine ganze Weile beschäftigt und mir deshalb in besonderem Maße am Herzen liegt: Die Schaffung von mehr Betreuungsplätzen für Kinder im Krippen- und Kindergarten-Alter. Mit der Eröffnung der neuen Kita am Standort des Medicus Gesundheitszentrum („Alte Klinik“) für insgesamt sieben Gruppen wird hier sehr zeitnah ein wichtiger großer Schritt erfolgen.
Aus Kitakindern werden Schulkinder. Und auch hier werden wir im laufenden Jahr vieles bewegen. Allem voran steht die Erweiterung der Freiwilligen Ganztagsschule am Standort Lasbach in Quierschied: Aus derzeit 75 Plätzen sollen durch den Ausbau von Räumlichkeiten bis zu 280 Plätze werden. Im Rahmen dieser Maßnahme sollen auch die zugehörigen Außen- und Freiflächen verschönert und verbessert werden.
Grundsätzlich werden die Interessen von Kindern und Jugendlichen in den Fokus der Gemeindeverwaltung rücken. Unter anderem durch die Teilnahme am Programm „Jugend entscheidet“ der Hertie-Stiftung werden wir herausfinden, wie wir die jungen Generationen an der Gestaltung ihrer Heimatgemeinde beteiligen können. Erst kleinere Aktion haben bereits stattgefunden und die haben nicht nur Spaß gemacht, sondern stimmen mich sehr zuversichtlich, dass wir hier gemeinsam etwas bewegen können. Ich bin gespannt, was da noch kommt.
Vielversprechende (Neu-)Bauprojekte
Das kann man auch im Bereich der (an)laufenden Bauprojekte nicht anders sagen. Allen voran das neue Gerätehaus für die Feuerwehr in Quierschied, die Neugestaltung der Ortsmitte und die Ansiedlung des Netto-Marktes in Fischbach-Camphausen sowie die nächsten Schritte auf dem Weg zum Gewerbegebiet Am Wasserturm in Göttelborn. Bei all diesen umfangreichen Projekten freue ich mich schon heute auf die Umsetzungsphasen. Was das neue Feuerwehrgerätehaus betrifft, so durfte ich die den Vorentwurfsplan zu Beginn des Jahres den Gemeinderatsmitgliedern und im Rahmen des Neujahrsempfang der Feuerwehr vorstellen. Deutlich weiter sind wir bei der Neugestaltung der Ortsmitte in Fischbach-Camphausen, wo erste kleinere Maßnahmen bereits umgesetzt wurden. Die Umgestaltung des oberen Teils der Waldparkanlage zu einem Rast-, Treff-, und Veranstaltungsort mit moderner Bühne und Festplatz wird eine enorme Aufwertung erfahren. Mit der sogenannten Mountainbike-Halde, die unweit der Waldparkanlage entstehen soll, wird der Gemeindebezirk zudem eine neue Attraktion hinzugewinnen.
Hohe Investitionen in Infrastruktur
Weniger spektakulär, dafür mit ungleich wichtigeren Auswirkungen für die Anwohnerinnen und Anwohner entsprechend kritischer Bereiche ist die anstehende Finalisierung des Hochwasser- und Starkregenvorsorgekonzepts für die Gemeinde. In diesem Zusammenhang ist bereits ein lange geplantes Großprojekt angelaufen, die Aufdimensionierung des Abwasserkanals im Bereich des Freibades, das die Anwohnerinnen und Anwohner und ihr Hab und Gut bei einem möglichen Starkregenereignis besser schützen soll. Auch beim Thema Straßensanierungen werden wir im Laufe des Jahres viele Verbesserungen herbeiführen können. Wohlwissend, dass in diesem Bereich immer etwas zu tun ist und dass hier ausnahmsweise gilt: „Mehr hilft mehr“, bin ich doch froh, dass wir den Sanierungsstau in den vergangenen Jahren deutlich abbauen konnten – und dies auch in diesem Jahr fortsetzen können.
Üppiges Veranstaltungs- und Kulturprogramm
Das Freibad selbst bleibt der Gemeinde auch weiterhin erhalten. Trotz steigender Unterhaltungskosten stehen Gemeinderat und Gemeindeverwaltung nach wie vor fest hinter dem Betrieb des beliebten Bades. Um dies zu untermauern und die Zukunft des Freibads Quierschied nachhaltig zu sichern, hat sich die Gemeinde um die Aufnahme in das entsprechende Förderprogramm des Bundes und des Landes beworben, was im Erfolgsfall Investitionen in Millionenhöhe für die Modernisierung ermöglichen würde.
Dass in der Gemeinde Quierschied nicht nur das Freibad ein guter Ort ist, seine Freizeit in bester Gesellschaft zu verbringen, wissen Sie selbst am besten. Vor allem unsere sehr lebhaften kulturellen und sportlichen Vereine bieten ein breit gefächertes Angebot. Darüber hinaus wird auch das Angebot der Gemeinde selbst im kulturellen Bereich immer umfangreicher und professioneller. Neben vielen traditionellen Feierlichkeiten wie unseren beliebten Dorffesten finden zahlreiche tolle, neuartige Veranstaltungen in der Q.lisse statt. Auch im Bereich der Märkte wird sich etwas tun. Ich freue mich schon sehr auf den neu konzipierten Frühjahrsmarkt, der zu einer Art „Generationenfest“ wird. Es wird dieses Jahr zum ersten Mal stattfinden und das altbekannte Markttreiben um eine große Aktionsmeile erweitern, an der sich auch unsere Vereine beteiligen können. Außerdem wird der Markt an einem Samstag stattfinden und nicht, wie bisher, an einem Donnerstag. Wir erhoffen uns davon, das etwas angestaubte Image eines Marktes durch neue Ideen wieder mit Leben zu füllen.
Verwaltung soll immer besser werden
Modernisierung ist auch ein wichtiges Stichwort für die Gemeindeverwaltung selbst. Wohlwissend, wie schwer man sich in diesem Bereich in Deutschland tut, wollen wir die Verwaltung selbst und damit den Servicebereich für Sie, liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, moderner und kundenfreundlicher gestalten. Ein wesentlicher Bestandteil dessen ist die Personalentwicklung der Gemeinde. Schon in den vergangenen Jahren konnten wir uns durch zielorientierte Nachbesetzung und inhaltliche Neuausrichtung vorhandener Stellen zukunftsorientiert aufstellen – hier seien die Schwerpunktsetzung in den Bereichen Jugend und Seniorenarbeit sowie Klima- und Umweltschutz beispielhaft genannt. Doch insbesondere die ohnehin anstehenden Veränderungen durch das Ausscheiden der „Boomer“-Generation wollen wir nutzen, um die Gemeindeverwaltung zielgerichteter, effizienter und damit auch bürgerfreundlicher umzustrukturieren.
Gemeinsam sind wir stark: Vernetzung fördern!
Die Gemeinde Quierschied ist viel mehr als das, was die Gemeindeverwaltung tun kann. Die Vereine und ihr unbezahlbarer, unersetzlicher Beitrag zum gesellschaftlichen Leben in der Gemeinde habe ich schon erwähnt. Wie aktiv sie sind und wie gewillt, auch über die Vereins- und Ortsgrenzen hinweg zusammenzuarbeiten, stellen sie im Kulturforum unter Beweis. Gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung wird an neuen Veranstaltungen und Formaten gearbeitet, die letztlich Mehrwerte für alle schaffen. Ähnliches schwebt uns auch im wirtschaftlichen Bereich vor. Schon am ersten Wirtschaftsforum haben viele Unternehmerinnen und Unternehmer unterschiedlicher Altersklassen teilgenommen und ihre Bereitschaft signalisiert, sich über das Geschäftliche und über den eigenen Tellerrand hinaus einbringen zu wollen. Und genau das ist es, was wir brauchen: Ideen, Initiativen und einen Sinn für das Gemeinwohl. Vielleicht gelingt uns dies auch beim Thema Leerstand. Schon seit Jahren gelingt es uns besser als vergleichbaren Kommunen, Leerstände zu beseitigen oder gar zu verhindern. Doch leichter wird dies künftig nicht.
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, Sie sehen, in der Gemeinde Quierschied steht auch im Jahr 2026 wieder einiges an. Ich möchte Sie dazu ermuntern, mitzumachen! Damit meine ich einerseits, die Veranstaltungen zu besuchen, die örtlichen Vereine, Gewerbetreibenden, Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe zu unterstützen. Aber durchaus auch andererseits, selbst aktiv zu werden: In bestehenden oder neuen Vereinen, in Initiativen oder anderweitigen Gruppen. Setzen Sie sich für das ein, was Sie bewegt und berichten Sie mir von dem, was Ihnen nicht passt. Ich lade Sie recht herzlich zum direkten Austausch ein – beispielsweise in meiner wöchentlichen Sprechstunde donnerstagnachmittags (Anmeldung unter Tel. 06897 961-102/-103, mail@quierschied.de).
Lassen Sie uns gemeinsam Lösungen finden, statt nur stillzustehen und mit dem Finger auf die Probleme zu zeigen. Ich bin nach wie vor fest davon überzeugt, dass wir gemeinsam mehr erreichen werden. Dafür müssen wir übrigens nicht immer einer Meinung sein. Wenn wir leidenschaftlich, aber respektvoll und vor allem konstruktiv miteinander umgehen, wird am Ende mehr Lebensqualität für uns alle herausspringen! Nur zuschauen und meckern kann ja jeder…
Ihr Bürgermeister
Lutz Maurer

