In der Gemeinde Quierschied hatten sich fast 600 Personen zu den Aktionen unterschiedlicher Kitas, Schulen und der Gemeinde angemeldet – darunter 458 Kinder. Es folgen die Nachberichte der Aktionen der Ortsvorsteher und Naturschutzbeauftragten der Gemeinde:
Quierschied
24 Personen trafen sich am Samstagmorgen in Quierschied am Feuerwehrgerätehaus, um an der diesjährigen picobello-Aktion teilzunehmen. Das ist aus meiner Sicht eine ganz hervorragende Beteiligung, wenn man berücksichtigt, dass bereits am Tag zuvor zwölf Kinder der Kneipp-Verein-Jugend im Grundschul-Alter unterwegs waren, die heute beim Schulfest ihrer Lasbach-Grundschule eingebunden waren. Darüber hinaus konnte die Quierschieder Jugendfeuerwehr, seit vielen Jahren ein treuer Begleiter der picobello-Aktion, in diesem Jahr wegen einer wichtigen internen Feuerwehr-Veranstaltung ebenfalls nicht teilnehmen. Die einzelnen Gruppen waren entlang des Lasbachs und des Fischbachs unterwegs, sorgten aber auch am Park&Ride-Parkplatz und im Industriegebiet unterhalb der Göttelborner Halde für Ordnung.
Es wurden neben mehreren Autoreifen auch wieder Ölkanister gesichert und ein Einkaufswagen aus dem Fischbach "gerettet", der fortan als Transportmittel für den gesammelten Müll genutzt wurde. Darüber hinaus fand man einen abgelaufenen Personalausweis und eine gültige Krankenkassen-Karte.
Zum Abschluss spendierte der Ortsvorsteher Stefan Ziegler den hungrigen und durstigen Helferinnen und Helfern kühle Getränke und Brezeln und bedankte sich bei allen für die Teilnahme.
Fischbach-Camphausen
Eine große Zahl Teilnehmerinnen und Teilnehmer, überwiegend Kinder, versammelten sich am Samstagmorgen um 10:00 Uhr an der Fischbachhalle in Fischbach-Camphausen, um gemeinsam an der diesjährigen Picobello-Aktion teilzunehmen.
Eingeladen hatten der Naturschutzbeauftragte des Ortsteils Torsten Heintz sowie der Ortsvorsteher Marcus Jung.
Nach einer kurzen Ansprache wurden die Sammelbereiche eingeteilt. Ausgestattet mit Handschuhen, Greifzangen und Mülltüten machten sich die Gruppen anschließend auf den Weg durch den Ort sowie in die angrenzenden Park- und Waldgebiete. Ein besonderer Schwerpunkt lag dabei auf der Ortsmitte rund um die Fischbachhalle.
Bereits nach kurzer Zeit zeigte sich, wie notwendig die Aktion ist: Vor allem an Containerplätzen wurden große Mengen Müll entdeckt. Neben zahlreichen alltäglichen Abfällen kamen auch viele kuriose Fundstücke zum Vorschein. Dazu zählten unter anderem verlorene Taschenmesser, Elektrogeräte verschiedenster Größe – deren Weg in die Natur oftmals rätselhaft bleibt – sowie eine auffällig große Anzahl an Autoreifen.
Auch kleinere Abfälle, die besonders zeitaufwendig zu sammeln sind, machten einen erheblichen Teil des Müllaufkommens aus. Darüber hinaus fanden die Helfer ausgediente Mülltonnen, Behälter mit Altöl sowie einen Eimer mit Kleister und Pinseln – offenbar Überreste von Renovierungsarbeiten, die illegal in der Natur entsorgt wurden. Selbst Teile eines Regenschirms wurden entdeckt, wobei unklar bleibt, ob dieser durch einen Sturm dorthin gelangte oder bewusst weggeworfen wurde.
Besonders erfreulich war die große Beteiligung aller Altersgruppen: Schon die Kleinsten ab etwa zwei Jahren beteiligten sich mit großem Eifer an der Aktion. Gleichzeitig waren auch ältere Bürgerinnen und Bürger über 70 Jahre aktiv dabei. Dank der bereitgestellten Greifzangen konnten sie sich problemlos und ohne große körperliche Anstrengung engagieren.
Zum Abschluss der erfolgreichen Sammelaktion erwartete alle Helferinnen und Helfer ein reichhaltig ausgestattetes Buffet. In entspannter Atmosphäre bot sich dabei die Gelegenheit zum Austausch sowie zum gemeinsamen Sammeln von Ideen zur Müllvermeidung und für weiteres Bürgerengagement im Ortsteil.
Die Picobello-Aktion 2026 hat einmal mehr gezeigt, wie wichtig gemeinschaftliches Engagement für den Schutz unserer Umwelt ist. Sie steht für Verantwortung, Zusammenhalt und die Bereitschaft, aktiv etwas zu verändern.
Ein sauberes Fischbachtal ist kein Selbstläufer – es erfordert das Mitwirken aller Generationen sowie ein bewusstes Umdenken im Umgang mit unserer Umwelt. Aktionen wie diese leisten einen wertvollen Beitrag dazu, unsere Heimat lebenswert zu erhalten und eine saubere, gesunde Zukunft für unsere Kinder und kommende Generationen zu sichern.
Ein besonderer Dank gilt allen Vereinen, Institutionen und Privatpersonen, die sich an der Aktion beteiligt haben und durch ihren Einsatz zum Gelingen dieses Tages beigetragen haben. Auch für die Kuchen spenden ein Herzliches Dankeschön!
Stellvertretend für alle: Euer Ortsvorsteher Marcus Jung
Göttelborn
Bauschutt und Farbeimer, Altöl und eine Radkappe, Kabelummantelungen und ein altes Radio, ein Fahrrad und ein Klappstuhl, ein ganzer Sack voll Batterien und jede Menge Schnapsflaschen. Die Ausbeute war auch dieses Jahr wieder erschreckend groß. In Göttelborn beteiligten sich bei insgesamt drei Saarland-Picobello-Aktionen über 100 Menschen. Dienstags waren die Vorschulkinder der Kita Sonnenschein unterwegs, freitags dann die Grundschule Göttelborn. Für den Samstag hatten das Netzwerk Cleanup Göttelborn, SPD und CDU sowie der Förderverein der Grundschule Göttelborn zur Teilnahme aufgerufen. Anschließend gab es im Gemeindehaus einen Imbiss für alle Teilnehmenden. Ortsvorsteher Peter Saar und der Umweltschutzbeauftragte Tim Rozenski stellten bei allen drei Aktionen Müllgreifer zur Verfügung und kümmerten sich gemeinsam mit dem Bauhof um den Transport des gesammelten Unrats – insgesamt zwei Autoanhänger voll. Die gefundenen Pfandflaschen werden gereinigt und abgegeben, der Erlös kommt dem Schulförderverein zugute, die restlichen Glasflaschen kommen in die entsprechenden Container. Auch die gefundenen Batterien werden bei einer Sammelstelle abgegeben.




