Abschied mit Swing

 

Ein bewegender Abschluss für eine außergewöhnliche Band mit einem außergewöhnlichen Bandleader: Am 10. Mai 2026 leitete Freimut Mertes in der Kulturhalle Heusweiler das letzte Konzert seiner „Bongos Bigband“ – und damit das Ende einer musikalischen Ära, die das Saarland über fast fünf Jahrzehnte geprägt hat.

Quierschieds Bürgermeister Lutz Maurer war als Überraschungsgast unter den Gratulanten. Möglich gemacht hatte dies Wolfgang Mertes, Sohn von Freimut Mertes und Konzertmeister des Staatsorchesters Saarbrücken, der Maurer vorab ins Vertrauen gezogen hatte. Gemeinsam mit seinem Amtskollegen Thomas Redelberger, Bürgermeister der Gemeinde Heusweiler, überreichte Maurer dem Geehrten einen „Bürgermeister-Wein“ sowie ein Buch – und richtete anerkennende Worte an einen Mann, dessen Lebenswerk weit über die Region hinausstrahlt.

„Freimut Mertes hat über Jahrzehnte hinweg bewiesen, was möglich ist, wenn jemand mit echter Leidenschaft etwas aufbaut und durchhält. Konzert für Konzert, Jahr für Jahr. Das verdient großen Respekt, und ich bin froh und dankbar, dass ich ihm das noch einmal persönlich auf seiner Bühne sagen durfte“, berichtet Bürgermeister Lutz Maurer.

Mertes hatte die Bongos Bigband einst aus einer Schulbigband einer Saarbrücker Realschule ins Leben gerufen und sie zu einer der ältesten und bekanntesten Bigbands im südwestdeutschen Raum geformt. Mit dem Konzept der offenen Jazzmatinee – freier Eintritt, hochklassige Musik, stets verbunden mit anderen Kunstformen wie Malerei, Fotografie oder Tanz – schuf er ein Kulturformat, das in der Region seinesgleichen sucht. Regelmäßig füllte die Band die Kulturhalle Heusweiler, aber auch die Q.lisse in Quierschied und die Konzertsäle anderer Gemeinden der Region und sorgte stets für begeisterte Resonanz.

Das letzte Konzert unter seiner Leitung stand unter dem Motto „Frauen-Power" und vereinte ein hochkarätiges Ensemble auf der Bühne: die Sängerinnen Marika Vilics und Kirsti Alho, die Tänzerin Youn Hui Jeon, die Literatin Petra Lamy sowie die Malerin Lisanne Westphal – ein programmatischer Abschluss, der noch einmal den künstlerischen Anspruch der Band auf den Punkt brachte.