Donnerstag, 30. Januar 2020 17:06

Rückblick "Wildes Europa - 3517 Kilometer mit Kind und Kegel"

Ein Festival der Farben, Motive, Klänge und Geschichten

Am Dienstag, 21. Januar 2020, präsentierte Abenteurer André Schumacher in der Q.lisse seine preisgekrönte Reiseshow „Wildes Europa – 3517 Kilometer mit Kind und Kegel“. Schumacher berichtete über die sechsmonatige, ereignisreiche Reise, die er 2016 mit seiner spanischen Frau Jenny und dem damals einjährigen Sohn Unai unternahm. Vom heimischen Kunterbunthof in Bäbelin bei Wismar bis nach Pamplona in Spanien. Mit dem Fahrrad. Dabei übernachtete die junge Familie unter anderem unter Brücken, auf Strohballen, in einem Schwimmbad, einer Turnhalle, einem Gewölbe und einem Baumarkt, aber auch in der Höhle des von einem Einsiedler bewohnten Steinbruchs in der Provence und als geladene Gäste in Luxushotels.

 

Der Norddeutsche schuf durch die überaus geschickte Kombination von Fotos, kurzen Filmen und Musik ein Festival an Farben, Motiven, Klängen und Geschichten. Ausdrucksstarke, teils atemberaubende Bilder der unterschiedlichen, mal schroffen, mal pittoresken Landschaften und Städte, die die Kulissen der abenteuerlichen Reise durch sechs Länder bildeten, reihten sich an Portraits skurriler Charaktere, mit denen die junge Familie fernab der Touristenströme in Kontakt kam. Ihre offene und authentische Art verschaffte den Schumachers teils private Einblicke in die verschiedenen Seelen und Kulturen, was zu stets spannenden Geschichten führte, die André Schumacher mit viel Witz und Charme erzählte. Dabei vermittelte er den Zuhörenden und Zuschauenden glaubhaft, dass „die interessantesten Leute oberhalb der 1.000 Meter leben“, jede Reise so einen Punkt hat, „an dem du den Anfang nicht mehr siehst und das Ende noch nicht kennst“ und dass es Situationen im Leben gibt, in denen es dem Partner einfach nicht zu vermitteln ist, „dass das, was man gerade tut, schön ist.“

 

Dass er den Gästen nicht nur Fernweh verschafft, sondern auch einen schönen Abend beschert hatte, bestätigte der langanhaltende Applaus am Ende der Veranstaltung. Abschließend fand Schumacher noch lobende Worte für den neuen Saal auf seiner langen Liste deutscher Spielstätten: „Ich war ja schon in vielen Sälen in Deutschland unterwegs, aber einen so schönen wie diesen habe ich selten gesehen.“