Freitag, 04. Dezember 2015 08:39

Göttelborn feiert gelungene Einweihung der neuen Ortsmitte

Der neue Dorfplatz in Göttelborn ist fertiggestellt

Viele Interessierte verfolgten die Ansprachen zur Einweihungsfeier.

Die Kinder freuten sich über das tolle "Vogelnest".

Hunderte von Besuchern kamen zum Tag der offenen Tür im "Palais Konzertwald".

Minister Reinhold Jost (Mitte) gratulierte Bürgermeisterin Karin Lawall und Ortsvorsteher Peter Saar (li.) zum gelungenen Projekt und Sandra Scholler (3. v.l.) und Heike Martini (3.v.r.) zur Geschäftseröffnung. Mit dabei waren Pastor Harald Winter (2.v.l.) und Rita Gindorf-Wagner/ Geschäftsführerin LEG (2.v.r.).

Am Samstag, 28. November, feierten Gemeindeverwaltung und Bevölkerung gemeinsam die Einweihung des naturnahen Ortes für kulturelle Begegnungen im Konzertwald. „Mit der Neugestaltung hat sich ein lange gehegter Wunsch von Verwaltung, Ortsrat und Bürgern erfüllt“, so Quierschieds Bürgermeisterin Karin Lawall, „nach dem Ende des Bergbaus hat Göttelborn ein Stück seiner Identität verloren. Heute können wir ein Stück Identität zurückgeben“.

Seit Beginn ihrer Amtszeit war es das Ziel, den Konzertwald als ehemaligen Ort der Tradition und Kultur  zu neuem Leben zu erwecken. Dies ist nun mit dem einzigartigen Konzept des  „Dorfplatzes unter Bäumen“ perfekt umgesetzt worden. Einen besonderen Dank sprach sie allen Mitarbeitern aus, besonders Theresa Goldammer vom Bauamt, die das Projekt verwaltungsseitig mit viel Leidenschaft und Einsatz betreute. Sehr angetan von dem Ergebnis zeigte sich auch Ortsvorsteher Peter Saar: „Ich bin der glücklichste Ortsvorsteher im Saarland“.

Der saarländische Umweltminister Reinhold Jost lobte den neuen Platz ebenfalls: „An diesem Ort hier in Göttelborn wird Tradition bewahrt und mit modernem Leben vereint. Sogar jetzt im Herbst und ohne Laub kann man sich eine Vorstellung davon machen, wie es hier im Frühling aussieht, wenn alles grünt und blüht“.

Wie Landschaftsarchitekt Luca Kist vom Büro HDK Dutt & Kist GmbH erklärte, ist der Dorfplatz nicht nur ein Ort der Begegnung und Naherholung, sondern stellt zukünftig auch das Aktivitätszentrum für Festivitäten, Sport, Spiel und Freizeit im Ortskern dar. Die Unverwechselbarkeit des Areals kommt unter anderem durch den neuen Spiel- und Bewegungsparcours zur Geltung. Ein überdimensionales Vogelnest, welches mit räumlichen Überraschungen aufwartet, erwies sich bereits zur Eröffnung als Lieblingsort der Kinder.  Picknick-Bereiche in den Randbereichen des Platzes sollen neben den Familien mit Kindern alle Altersklassen zum Verweilen einladen.

Gleichzeitig mit der Einweihung des Dorfplatzes öffnete auch die neue Tagespflege „Palais Konzertwald“ ihre Pforten. Mit 30 Plätzen wird es die größte ihrer Art im Saarland sein. Rund 2,8 Millionen Euro investierten die Geschäftsführerinnen Sandra Scholler und Heike Martini in den Umbau der ehemaligen St.-Barbara-Festhalle. Das moderne Gesundheitszentrum beinhaltet auch Pflegedienst, Wundversorgung und ein Sanitätshaus. Außerdem eröffnet im Frühjahr das Restaurant „Martinis“. Der Heimatchronist Helmut Simmet hat die Geschichte der früheren Bismarckhalle und späteren St. Barbarahalle aufbereitet. Die beiden Geschäftsführerinnen überreichten Bürgermeisterin Karin Lawall und Helmut Simmet diese Chronik in gebundener Form als kleine Überraschung. Das Büchlein ist im Palais Konzertwald erhältlich.

Um die Fläche zu entwickeln, hatte die Gemeinde 2012 das Erbbaurecht auf dem Grundstück der LEG erworben. In den nun komplettierten ersten Bauabschnitt investierte die Gemeinde auf rund 3300 Quadratmetern circa 355.000 Euro. Zweidrittel davon werden durch das Programm „Kleinere Städten und Gemeinden“ von Bund und Land gefördert. Der zweite Bauabschnitt, in dem unter anderem die Zufahrt entsteht, ist gerade in der Planung und die Umsetzung für nächstes Jahr vorgesehen. Die Kosten dafür werden auf etwa 260.000 Euro geschätzt, wobei auch hier etwa zweidrittel gefördert werden. Der Neubau der Straße ist eine Maßnahme der LEG / IKS, die auch Grundstückseigentümer ist.

Weiterhin plant Baunternehmer Armin Plavulj von der GMP GmbH aus Völklingen den Kauf des Grundstücks neben der Zufahrt und möchte dort ein Wohn- und Geschäftshaus bauen sowie Wohnhäuser im Konzertwald an der neuen Straße. Der Investor baute bereits die ehemalige Bergwerksdirektion in Camphausen zu luxuriösen Wohnungen um.