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Ideale Bedingungen am Zukunftsstandort Göttelborn

Nachdem das Bergwerk Göttelborn/Reden im September 2000 geschlossen wurde, hat sich zwischenzeitlich am "Zukunftsstandort Göttelborn" einiges Positive bewegt.

Bereits im April 2001 wurde auf die Initiative der Landesregierung die Gesellschaft "IndustrieKultur Saar GmbH" (IKS) mit den Gesellschaftern Saarland, Regionalverband Saarbrücken, Landkreis Neunkirchen und Gemeinde Quierschied gegründet. Sitz der Gesellschaft ist Göttelborn. Ihr Geschäftsführer, Karl Kleineberg, hatte mit seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Juli 2001 seine Arbeit in Göttelborn aufgenommen. Im Vorlauf zu dieser Gesellschaftsgründung war das sogenannte Ganser-Gutachten erstellt worden, das eine Bestandsaufnahme für die Industriekultur im Saarland insgesamt gemacht und Vorschläge für Schwerpunkte in den kommenden Jahren erarbeitet hatte. Die Ergebnisse dieses Gutachtens sind in den Gesellschaftsvertrag der IKS eingeflossen. Die Gesellschaft hat die Vorgabe, auf den Industriebrachen Völklingen, Reden und Göttelborn den Strukturwandel beispielhaft zu vollziehen, das heißt, die Standorte für wirtschaftliche, touristische und kulturelle Nutzungen zu entwickeln. Hierzu gehören auch die Verplanungen, Erschließungen und die Vermarktung der Standorte. Dies soll insgesamt in den kommenden 10 Jahren geschehen.

Der Regionalverband Saarbrücken und die Gemeinde Quierschied wollen gemeinsam die Chance wahrnehmen, den Strukturwandel in der Gemeinde kraftvoll voran zu treiben. Die ersten wichtigen Schritte sind voran gebracht worden. Göttelborn ist Sitz der IKS geworden, Regionalverband, IKS und Gemeinde haben eine gemeinsame Projektgesellschaft zur Entwicklung des Standortes Göttelborn gegründet. Diese Projektgesellschaft "Entwicklungsgesellschaft Gemeinde Quierschied GmbH" soll eine optimale Abstimmung bei Planung, Erschließung und Vermarktung gewährleisten. Geschäftsführerin der GmbH ist Frau Tanja Haupenthal.

Zwischenzeitlich hat der Gemeinderat Quierschied in seiner Sitzung am 11. Dezember 2003 den Bebauungsplan für den gesamten Bereich der ehemaligen Tagesanlage beschlossen, so dass zwischenzeitlich auch die ersten Ansiedlungen vorgenommen wurden. Geschäftsführer Karl Kleineberg beschreibt den Standort wie folgt: Das Bergwerk Göttelborn hat aufgrund seiner intakten und vielseitig nutzbaren Bausubstanz, des großen Flächenangebotes und nicht zuletzt wegen des begehbaren höchsten Förderturms Europas besondere Entwicklungsmöglichkeiten. Im Zusammenspiel mit den weiteren Zukunftsstandorten, unter anderem Weltkulturerbe Völklinger Hütte sowie weiteren Einzelobjekten im Rahmen eines Netzwerkes der Industriekultur, ist Göttelborn im höchsten Maße geeignet, den saarländischen Strukturwandel voran zu treiben. Interessenten melden sich bitte bei der IKS, Herrn Geschäftsführer Kleineberg, unter der Telefonnummer (06825) 942 77 19, bei der Standortmeisterin, Frau Tanja Haupenthal, Telefonnummer (06825) 942 77 43.

Des Weiteren wurden auf dem ehemaligen Bergwerksgelände Camphausen, dem Gelände am Holzplatz und dem Gewerbegebiet Im Heidekorn Ansiedlungsmöglichkeiten für Firmen geschaffen. Die Sanierung der ehemaligen Grube Franziska ist weitgehend abgeschlossen. Zehn Betriebe wurden hier bereits angesiedelt. Einige Plätze sind hier noch frei. Ansprechpartner bei der Gemeinde: Herr Jörg Schmitt, Telefonnummer (06897) 961–179, und Bürgermeisterin  Karin Lawall, Telefonnummer (06897) 961-101.


EIN BEDEUTENDER PAKT - HYDAC BESIEDELT DAS GEWERBEQUARTIER IN GÖTTELBORN

Wenn Otmar Schön, Geschäftsführender Gesellschafter der Hydac Technology GmbH über Göttelborn spricht, klingt das Urteil etwa so: Ein Standort mit Charakter und unverwechselbarer Identität. Die verkehrliche Anbindung: Hervorragend. Die städtebaulichen Ziele: Ausgezeichnet. Das zukünftige GewerbeQuartier - innerhalb der „Cité der Industriekultur“: Sehr gut.

Doch nicht nur deshalb kam es am Dienstag, am 25.11.03 in Göttelborn zur Vertragszeichnung zwischen der IKS Industriekultur Saar und der Hydac System GmbH, denn die technische Ausstattung der ehemaligen Betriebsmittelhalle in Göttelborn eröffnet Hydac neue Spielräume bei der strategischen Unternehmensplanung.

Hydac ist ein international tätiges Unternehmen mit Stammsitz in Sulzbach und weltweiter Präsenz in allen Industrieländern und bekannter Ausrüster eines breiten Industriespektrums mit Systemen und Komponenten. Die Kernkompetenzen liegen in den Produktsparten Fluidtechnik, Elektronik und Hydraulik. Das Ansiedlungsprojekt in Göttelborn soll die Zusammenführung aller Bereiche der Produktsparte fluidtechnische Systeme zur „Zentrale Europäische Fluidsystemtechnologie“ ermöglichen. Dazu wird die 1989 errichtete Betriebsmittelhalle, die zu Bergbauzeiten als Werkstatt und Materiallager genutzt wurde, umgebaut und erweitert. Zusätzlich zum ca. 3.700 m² umfassenden Bestand werden 1.000 m² Freilager und 400 m² Bürofläche und 700 m² Produktionsfläche benötigt, denn zukünftig sollen dort mehr als 100 Menschen arbeiten. Die zukünftig in Göttelborn hergestellten Produkte finden Anwendung im Maschinenbau, der Mobil- und KFZ-Technik, der Energie- und Umwelttechnik, in Off-Shore, Schiffbau und Marinetechnik sowie in der Processtechnik.

Damit bekommt das Gewerbequartier in Göttelborn mit seinem Ankermieter die ersten Pioniere und in seinem Windschatten haben schon Zulieferanten Ansiedlungsinteresse gezeigt. Das GewerbeQuartier des Zukunftsstandortes liegt im Süden der Anlage, im Übergang zur Bergehalde, Absinkweiher und Nachklärweiher, dem zukünftigen Parkbereich des Standorts. Denn Göttelborn, soll als die potentielle „Cité der Industriekultur“, so Karl Kleineberg, Geschäftsführer der IKS Industriekultur Saar, ein Standort gemischter Nutzungen mit hohem Qualitätsanspruch sein. Der Einzug der Hydac mit rd. 130 Arbeitskräften erfolgte im Spätsommer 2005. Zurzeit denken die Verwantwortlichen bereits über eine Erweiterung der Betriebsflächen nach.


Die ehemalige Betriebsmittelhalle des Bergwerks Göttelborn   Foto: Willi Meiser