Sie sind hier: Quierschied >>Aktuelles >> Die Bürgermeisterin informiert


Neujahrsansprache 2012

Meine sehr verehrten Damen und Herren, liebe Ehrengäste,

ein herzliches Willkommen zum Neujahrsempfang 2012 hier in der Werkstatt der Industriekultur. Ich danke Ihnen im Namen des Gemeinderates und der Verwaltung für Ihre Teilnahme. Sie zeigen damit ihre Verbundenheit zur Gemeinde Quierschied.
Für die verbleibenden 359 Tage dieses Jahres wünsche ich Ihnen alles Gute, Gesundheit, Erfolg, Zufriedenheit.

Ich freue mich, dass wir die schöne Tradition des Neujahrsempfangs beibehalten und das neue Jahr gemeinsam mit Ihnen begrüßen können. Ein Dank an den Heimat- und Verkehrsverein der als Mitveranstalter zur Seite steht. Wir haben, wie in den Jahren zuvor, repräsentativ für die gesamte Bevölkerung unserer Gemeinde eine ausgewählte Gruppe zu diesem Empfang eingeladen. Unser diesjähriges Leitthema ist die wirtschaftliche Entwicklung und die Anerkennung der unternehmerischen Leistungen in Industrie, Handwerk, Dienstleistungen und Gewerbe. Alle Anwesenden aus der Unternehmerschaft, die heute unsere besonderen Gäste sind, begrüße ich nochmals ganz herzlich.

Meine Damen und Herren,
die Schuldenkrise hat in Europa zu tiefgreifender Verunsicherung geführt. Auf das neue Jahr schauen viele Menschen mit gemischten Gefühlen. Überwiegt im privaten Bereich überwiegend die Zuversicht, so gibt es große Besorgnis bei den nationalen und globalen Fragen.
John. F. Kennedy hat einmal gesagt: „Das Wort Krise setzt sich im Chinesischen aus zwei Schriftzeichen zusammen- das eine bedeutet Gefahr und das andere Gelegenheit“. Hoffen wir, dass von den Verantwortlichen in Europa die Gelegenheit genutzt und mit neuen Erkenntnissen und tatkräftigen Handlungen der Weg aus der Krise gefunden wird.

Gestatten Sie mir zum Jahresbeginn einen Blick auf die letzten 12 Monate zu werfen und einige Hinweise zur Gemeindepolitik zu geben.
Im vergangen Jahr ist in unserer Gemeinde vieles bewegt und es sind wichtige Weichen für die Zukunft gestellt worden.
Ich nenne nur das Gemeindeentwicklungskonzept, kurz GEKO genannt. Mit der einstimmigen Verabschiedung durch den Gemeinderat im Sommer 2011 haben wir ein Handlungskonzept für die nächsten zehn Jahre in der Hand. Vor dem Hintergrund weiterhin sinkender Einwohnerzahlen und demografischer Entwicklung verpflichtet uns das GEKO sparsam und nachhaltig mit unseren Ressourcen umzugehen und unsere Potenziale zu stärken.
Unsere liebenswerte Gemeinde im Saarkohlewald, nah am Ballungsraum Saarbrücken gelegen, hat gute Grundlagen, ihre Zukunft zu gestalten.

Unser Leitbild:
„Gemeinde Quierschied- mit Energie in die Zukunft“

Dies bezieht sich nicht nur auf unsere mentale Energie. Unsere Solarkampagne hat große Fortschritte gemacht. Quierschied ist, was die Einspeisung von Solarstrom anbelangt, mit 438 KW pro Einwohner die Nummer eins im Saarland. Die Quierschieder Energiegenossenschaft eG hat vor wenigen Wochen eine 117 KW Photovoltaikanlage hier auf dem Gelände ans Netz gegeben und weitere geschäftliche Aktivitäten sind in diesem Jahr geplant.
Mit Illingen und Merchweiler arbeitet Quierschied mit einem integrierten Klimaschutzkonzept an einer Gesamtstrategie für die Energiewende.
Quierschied ist mit dem Kraftwerk Weiher aber auch ein traditioneller Energiestandort und soll es auch bleiben. Die Energieerzeugung in der Kohlbach ist ein Teil der Identität dieser Gemeinde. Das Saarland als Industriestandort benötigt weiterhin auch konventionelle Kohlekraftwerke um sichere und spannungsstabile Stromversorgung zu wettbewerbsfähigen Preisen anbieten zu können. So haben Gemeinderat und Verwaltung selbstverständlich die genehmigungsrechtlichen Voraussetzungen zum Bau eines Gaskraftwerkes am Standort Weiher in 2011 positiv begleitet und hoffen auch in den nächsten Jahren auf eine Realisierung dieses Vorhabens.

Meine Damen und Herren,
Quierschied ist ein familienfreundlicher Wohnstandort. Daher haben wir auch in 2011 in die drei Grundschulstandorte und in eine qualitativ hochwertige Ganztagsbetreuung rund 1,5 Millionen € investiert. Überwiegend einheimische Firmen waren hier tätig, was mich besonders erfreute.
Unser vorbildliches Angebot an Krippe- und Ganztagesplätzen in den drei Kindertagesstätten kann sich sehen lassen und hat auch in 2011 Qualitätsverbesserungen erfahren.

Meine Damen und Herren,
ich war heilfroh, dass es gemeinsam mit meinem Kollegen Bürgermeister Adam aus Sulzbach und den Gemeinderäten sowie dem Leiter der Musikschule gelungen ist, den Bestand der Musikschule Sulzbach- Fischbachtal langfristig zu sichern. Die Musikschule ist ein unverzichtbarer kultureller Leuchtturm unserer Region und eine wertvolle Bildungseinrichtung für unsere Kinder.

Das Thema Ortsmitte, es ist das beherrschende Thema in der Öffentlichkeit, hat uns das ganze Jahr begleitet. Nach dem Umzug der Gemeinde-Bücherei in die Marienstraße ging es an den Abriss des Kultursaales und gegen Jahresende wurde dann der Abriss des ehemaligen Rathausgebäudes vollzogen. Unsere Bemühungen in das Städtebauförderprogramm des Bundes „Kleine Städte und Gemeinden" aufgenommen zu werden waren erfolgreich, sodass wir in die weiteren Planungsschritte eintreten können.

Ein Meilenstein in der Kommunalpolitik war aus meiner Sicht die Zusammenführung der beiden Eigenbetriebe Wasser und Abwasser mit dem gemeindlichen Tiefbau und in diesem Zusammenhang der Ankauf des Rohrnetzes in Fischbach von den Stadtwerken Saarbrücken.
Am 1. Januar sind die Gemeindewerke Quierschied mit Sitz im ehemaligen Postgebäude gestartet. Die Bündelung der Aktivitäten wird sowohl für die Kunden als auch die Gebührenzahler von Vorteil sein.
Ich bedanke mich bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern in der Verwaltung die mit dazu beigetragen haben, dass sich unsere Gemeinde weiterentwickelt hat. Dank sage ich den Ortsräten und dem Gemeinderat, mit großer Mehrheit haben die Mandatsträger die entscheidenden Beschlüsse gefasst.
Bei all den Aufgabenstellungen und dem Handlungsbedarf, der sich in schwieriger Zeit für die finanzschwachen Kommunen stellt, ist es doch sehr wichtig, sich am Gemeinwesen und nicht am Trennenden oder an vermeintlichen parteipolitischen Interessen zu orientieren.

Zur kulturellen Identität der Gemeinde gehört aber auch der hohe Anteil ehrenamtlich tätiger Bürgerinnen und Bürger. Sie sind ein unverzichtbarer Teil unseres funktionierenden Gemeinwesens. Ihnen allen, die in Vereinen, Verbänden in den Kirchen und Hilfsorganisationen unentgeltlich Arbeit geleistet haben, sage ich ein herzliches Dankeschön.

Meine Damen und Herren,
nun komme ich zum lieben Geld, und da beginnen unsere eigentlichen Probleme.
Seit 1995 gibt die Gemeinde mehr Geld für laufende Ausgaben aus als sie an Einnahmen zur Verfügung hat. So sind im Laufe der Jahre allein 43 Millionen Kassenkredite aufgelaufen. Seit dem letzten Jahr greift die Schuldenbremse mit einschneidenden Sparauflagen. Die alte Wahrheit, dass man auf Dauer nur das Geld ausgeben kann was man vorher auch eingenommen hat, wird wieder aktuell. Nun sind die Kommunen kein Wirtschaftunternehmen sondern der Daseinsvorsorge für die Bürgerinnen und Bürger verpflichtet. Aus meiner Sicht sollten wir uns im Saarland und in seinen Kommunen jedoch keine höheren Standards leisten als andere Bundesländer. Und da sehe ich erheblichen Handlungsbedarf was den gesamten Verwaltungsaufbau des Saarlandes mit sechs Landkreisen, 52 Kommunen, sieben Ministerien und einer Vielzahl an Landesämtern anbelangt. Eine konsequente und systematische Organisationsüberprüfung ist im Saarland ebenso überfällig wie der Abbau gewisser Standards. Das gilt auch für die Kommunen. Und diese Aufgabe muss gemeistert werden, auch wenn sie harte Kärrnerarbeit erfordert.
Die Zusammenarbeit von Kommunen wird dabei eine große Rolle spielen. Es führt kein Weg daran vorbei Aufgaben zu bündeln und gemeinsam zu erledigen. Hier gibt es mit der Stadt Sulzbach und mit Friedrichsthal erste wichtige Kontakte.
Wir haben im letzten Jahr das Hallenbad geschlossen weil wir es uns schlicht und einfach nicht mehr leisten konnten und auch weitere unpopuläre Maßnahmen ergriffen um unsere Haushaltssituation zu verbessern. Die konsequente Sparpolitik der vergangenen Jahre hat dazu geführt, dass wir im Jahre 2011, auch Dank einer Einmalzahlung an Gewerbesteuer, einen Überschuss erwirtschaftet haben und im Jahr 2011 ein weitaus besseres Ergebnis vorweisen werden als ursprünglich veranschlagt.
Die hohen Kreditzinsen sind jedoch Sprengsatz in unserem Haushalt, daher benötigen die hochverschuldeten Gemeinden im Saarland einen Entschuldungsfonds mit dessen Hilfe sie aus dem Teufelskreis der Altschulden wieder herausfinden können.

Meine Damen und Herren,
Sie liebe Gäste, aus Industrie, Handel, Gewerbe und Handwerk sind für eine positive Entwicklung und für einen erfolgreichen Strukturwandel in unserer Gemeinde ganz wichtige Ansprechpartner und von ganz besonderer Bedeutung. Ihr unternehmerischer Erfolg ist auch der Erfolg der Gemeinde.
In diesem Jahr endet der Bergbau im Saarland. Eine Zäsur die tiefe Spuren hinterlassen wird. Im September 2000 wurde hier an diesem Standort der letzte Förderkorb gehoben. Die Wunden, die der Aderlass an Arbeitsplätzen und Wertschöpfung in unserer Region geschlagen hat, sind noch lange nicht verheilt. Doch es gibt positive Entwicklungen. Auf dem ehemaligen Bergwerksstandort Göttelborn, wo wir uns heute Abend befinden, ist die Umstrukturierung durch die Gesellschaft der Industriekultur (IKS)auf gutem Wege.

Global und international agierende Unternehmen und auch innovative Mittelständler haben sich in den letzten Jahren hier angesiedelt. Ich begrüße stellvertretend Otmar Schön, den Seniorchef der Hydac mit seiner Ehefrau. Die Hydac hat sich als eines der ersten Unternehmen entschieden hier mit mehr als 100 Mitarbeitern ihre technischen Geräte zu produzieren. Herr Schön, Sie haben den Charme dieses Standortes von Anfang an erkannt. Ich darf Sie zitieren: „Göttelborn ist ein Standort mit Charakter und unverwechselbarer Identität.“ Das ist ein großes Kompliment und das ist auch die Wahrheit.

Die Gemeinde setzt für Ihre weitere Zukunft auf diesen Ort, der auch noch weitere Potenziale aufweist. Hatten wir im letzten Jahr mit der Apolog eine erfreuliche Ansiedlung, so wird es in diesem Jahr die Fachhochschule für Verwaltung sein. In diesem Fall werden es hunderte junger Menschen sein, die diesen interessanten Ort beleben werden.
Freimut Mertes, der uns heute Abend mit der "Dixi-Jazz Crew" musikalisch begleitet, gibt dem IKS-Gelände eine kulturelle Wertigkeit. Regelmäßig kommen Menschen aus der ganzen Region zu den Konzerten der "Bongos Big Band", die hier in die Werkstatt der Industriekultur unter seiner Leitung stattfinden. Dankeschön Freimut Mertes für ihr Engagement für Göttelborn.

Meine Damen und Herren,
es sind neben den großen Unternehmen aber auch die vielen kleinen und mittleren Betriebe und Handwerker, Familienbetriebe in Quierschied, Fischbach und Göttelborn, die mit ihrem Ort verwurzelt sind, die Wertschöpfung und Arbeitsplätze schaffen und es sind diejenigen, die unter immer schwieriger werdenden Bedingungen im Gewerbe und in der Gastronomie unserer Gemeinde Lebensqualität und Lebendigkeit geben.
Sie alle meine Damen und Herren leisten einen substanziellen Beitrag zur Lebensfähigkeit unsere Kommune und dafür sage ich Ihnen ein herzliches Dankeschön.

Für das neue Jahr wünsche ich Ihnen eine erfolgreiche Geschäftstätigkeit und eine positive Entwicklung.

Auch im Jahr 2012 wollen wir wichtige Zukunftsprojekte anpacken, von denen ich einige nennen möchte:
Die städtebauliche Weiterentwicklung des Ortskerns in Quierschied,
"Attraktive Kernbereiche“ in den Gemeindebezirken Fischbach-Camphausen und Göttelborn,
Nutzung vorhandener Leerstände und Flächen für Neuansiedlungen,
Investitionen in die Infrastruktur und in Energiesparen,
Maßnahmen für den Hochwasserschutz mit großer Unterstützung der RAG/ MGG,
mit dem Naturschutzgroßprojekt LIK Nord die Chance wahrnehmen, unsere Bergbaufolgelandschaft nachhaltig im Interesse des Naturschutzes zu entwickeln,
Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit, insbesondere mit der Stadt Sulzbach.
Nicht zuletzt werden wir den Themen Sicherheit und Sauberkeit weiterhin größte Aufmerksamkeit widmen.
Der Tourismus in Verbindung mit unserer Industriekultur wird eine stärkere Rolle in der Gemeindepolitik einnehmen.

Diese vielfältigen Aufgaben gehen wir mit Zuversicht und Optimismus an. Wir setzen allerdings dabei auf die Mitwirkung der Bürgerinnen und Bürger, auch der heimischen Wirtschaft, so wie es in den vergangenen Jahren gelungen ist.

Am Ende meiner Ausführungen möchte ich allen Aktiven die an diesem Neujahrsempfang mitgewirkt haben, der DRK Ortsgruppe Quierschied für den Service, Christine Strobel und unseren Schornsteinfegern.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen einen angenehmen Abend und gute Gespräche!
  



Neujahrsansprache 2011

Meine Damen und Herren,
liebe Gäste,

ein herzliches Dankeschön dem Heimat- und Verkehrsverein, der auch in diesem Jahr den Neujahrsempfang zusammen mit der Gemeinde ausrichtet. So ist es uns möglich, diese Gemeinschaftsveranstaltung trotz knapper Haushaltsmittel fortsetzen zu können.
  (mehr ...)



Neujahrsansprache 2010

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,


Jahresübergänge tragen immer eine besondere Note.
Mit Hoffnungen, Erwartungen und guten Vorsätzen schauen wir auf das Neue Jahr.
„Und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“ hat Hermann Hesse in seinem schönen Gedicht „Die Stufen“ uns gesagt.
  (mehr ...)



Spendenfonds BÜRGER HELFEN BÜRGERN

Mit dem Fonds „Bürger helfen Bürgern“ kann wirksame Hilfe geleistet werden für Personen, die in eine Notlage geraten sind. Wenn Sie helfen möchten, können Sie eine Spende an folgende Kontonummern

Sparkasse Saarbrücken, Kto: 10022010, BLZ: 590 501 01 oder
Volksbank Dudweiler eG,
  (mehr ...)



Neujahrsansprache 2009

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger

zu Beginn des Neuen Jahres wünsche ich Ihnen im Namen des Gemeinderates, der Beigeordneten und der Ortsräte sowie ganz persönlich ein gesundes, erfolgreiches, glückliches und gesegnetes Jahr 2009.

Seit meinem Amtsantritt vor elf Monaten habe ich Licht und
  (mehr ...)



Amtseinführung Bürgermeisterin am 10. Februar 2008 - Rede Karin Lawall

Sehr geehrte Frau Vizepräsidentin Gisela Rink, sehr geehrter Herr Minister, sehr geehrter Herr Fraktionsvorsitzender im Landtag des Saarlandes und Landesvorsitzender der Sozialdemokratischen Partei, lieber Heiko Maas, liebe ehemaligen Kolleginnen und Kollegen Abgeordnete des saarländischen  (mehr ...)